Gartenarbeitsschule

Entwicklung der Gartenarbeitsschule Reinickendorf

Der grüne und historische Standort am Billerbecker Weg wurde schon seit langer Zeit für die landschaftliche und gärtnerische Gestaltung genutzt.

Das Grundstück war ursprünglich eine Bauernheide, die im Mittelalter dem Benediktinerkloster in Spandau gehörte.

Während des 2. Weltkrieges entstanden Zwangsarbeiterlager, vorwiegend für „Ostarbeiter“ und Kriegsgefangene, die in den Rüstungsfabriken von Borsig und Alken tätig waren.

In der Nachkriegszeit wurde das Gelände für Volkshochschulen und für „schwer erziehbare Mädchen“ als Heimanlage genutzt.

Im Jahr 1952 wurde erstmals eine Gartenarbeitsschule für den Bezirk Reinickendorf angelegt. Nach einer mehrjährigen Aufbauphase entstand ein Garten, der einen Lehr- und Schaugarten und einen Arbeitsbereich beinhaltete. Des weiteren entstanden dort ein Arboretum, ein grünes Klassenzimmer und ein japanisches Teehaus. Nach Schließung der Gartenarbeitsschule im Jahre 1996 war nur noch eine extensive Gartenpflege möglich. Dadurch erhielt die Anlage das naturhafte Aussehen eines Parks.

                                  

Im Schuljahr 2017/18 wurde die Reaktivierung der Gartenarbeitsschule für Berlin-Reinickendorf beschlossen und am 22. Juni 2018 wurde sie wiedereröffnet.


Zielsetzung

Zielsetzung der Gartenarbeitsschule Reinickendorf ist die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und der Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen vom Kita-Alter bis zur Abiturklasse am historischen Standort Krumpuhler Weg.

Diese Gartenarbeitsschule mit ihrer in Berlin einzigartigen Lage, direkt auf dem Gelände eines Geschichte- und Gartendenkmals, bietet großartige Chancen, die vielfältigen Aspekte der Natur- und Geisteswissenschaften mit aktuellen Fragestellungen der Umweltzerstörung, Klimaveränderung, Biodiversität oder Züchtungsgenetik zu verbinden. Themenbereiche wie Boden, Wasser, Luft, Klima und Wettererscheinungen sind geeignet, sowohl den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu verdeutlichen, als auch die Folgen für die Gesellschaft abzuleiten.

In der unterschiedlichen Gestaltung der Arbeit im Garten können verschiedenste Themen aus unterschiedlichen Unterrichtsfächern fachübergreifend und fächerverbindend geplant und erarbeitet werden. Das verantwortliche Team aus Pädagogen und Gärtner hat dabei die Zielsetzung, die Erlebniswelt der Kinder und Jugendlichen durch praktische Erfahrungen und handlungsorientierte Tätigkeiten zu bereichern.

Durch gemeinsame Arbeit können Großstadtkinder lernen, sich als Teil der Natur zu sehen und diese als schützenswerte zu erkennen.


Grüner Lern- und Forschungsort

Ab dem ersten Schulhalbjahr 2018/19 stehen Reinickendorfer Klassen und Lerngruppen die Flächen und Anlagen der Gartenarbeitsschule Reinickendorf zur Verfügung.

Hier bietet das Arbeiten und Forschen hervorragende Möglichkeiten naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch praktische Erfahrungen und Anschauungen direkt in der Natur zu erfassen.

So gewährleistet das Gartengelände Kita-Gruppen erste Begegnungen im sachkundigen Umgang mit Pflanzen.

Grundschulgruppen können gärtnerische Projekte sowie Teulaspekte des naturwissenschaftlichen Unterrichts durchführen.

Oberschulen können zum Beispiel im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts einen vertieften Einblick in ökologische Beziehungen, Naturwissenschaft-technische Gegebenheiten, Klimafaktoren erhalten.

Auch Biologiekurse der Oberstufe finden zu den vier Semesterthemen ausreichend Material und Naturobjekte im Gartenbereich, insbesondere für ökologische Exkursionen.

Das grüne Klassenzimmer kann von allen Gruppen, Klassen und Kursen entsprechend dem vielfältigen Angebot der Gartenarbeitsschule genutzt werden. Erforderliche Anleitungen sind für die selbständige Arbeit vorbereitet, die nötigen Arbeitsgeräte stehen bereit und fachkundige Unterstützung ist jederzeit vor Ort.


Kontakt

Gartenarbeitsschule
Billerbecker Weg 123a; 13507 Berlin
Leitung: Frau Steffen
Tel. 0151 162 536 11
E-Mail: garschurei@gmail.com