Inklusion

Inklusion – Was ist das eigentlich?

Der Begriff Inklusion hat seine Wurzeln im Lateinischen. Dort bedeutet das Verb „includre“ einlassen und einschließen, das Substantiv „inclusio“ bedeutet Einschließung und Einbeziehung. Man kann Inklusion übersetzen mit Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung.

Gelungene Inklusion ist gegeben, wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit.

In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Deutschland hat diese Vereinbarung unterzeichnet – mit der Umsetzung von Inklusion stehen wir aber noch am Anfang eines langen Prozesses. Die Aktion Mensch will diese Entwicklung unterstützen. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, wohnen und arbeiten: Wir fördern zum Beispiel Wohnprojekte mitten in der Gemeinde, unterstützen inklusive Freizeitprogramme oder Seminare, die mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ermöglichen. Mit Aktionen und Kampagnen tragen wir das Thema in die Öffentlichkeit. 

Inklusion ist kein Expertenthema – im Gegenteil. Sie gelingt nur, wenn möglichst viele mitmachen. Jeder kann in seinem Umfeld dazu beitragen. Und je mehr wir über Inklusion wissen, desto eher schwinden Berührungsängste und Vorbehalte.

 

Es geht um Menschenrechte

Einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung von Inklusion markiert die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland im Jahr 2009 in Kraft trat. Mit der UN-Behindertenrechtskonvention sind die Forderungen des internationalen Übereinkommens rechtlich verankert.
Um Denken und Handeln zu verändern, bedarf es aber weitaus mehr als nur eines Gesetzes. Es muss auch jedem Menschen bewusst sein, wie wichtig Inklusion für unser gesellschaftliche Miteinander ist. Inklusion kann nur dann gelingen, wenn möglichst viele Menschen erkennen, dass gelebte Inklusion den Alltag bereichert – weil Unterschiede normal sind.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gibt auf ihren Webseiten viele weitere Informationen zum Thema Inklusion in den Berliner Schulen.

Weitere Informationen zum Thema Inklusion in den Berliner Schulen finden Sie auf den Web-Seiten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.


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